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2 Glückskekse mit asiatischer Dekoration in rot gehalten

Die Geschichte des Glückskekses – so kam die Weisheit in den Keks

Witzige Sprüche, kluge Weisheiten, philosophische Zitate, Vorhersagen der Zukunft oder Glückwünsche zur Hochzeit – die im Glückskeks enthaltenen Botschaften sorgen für Spaß und Unterhaltung. Wer freut sich nicht darauf, wenn nach dem Essen im China-Restaurant ein Glückskeks angeboten wird? Doch nach und nach werden die Kekse mit ihren Weisheiten, Botschaften und Zitaten auch andernorts verteilt: Bei privaten Feiern, etwa Hochzeiten oder Silvester, bei Firmenfeiern oder Messen.

Klein und knusprig ist er und der leicht vanillige Geschmack zeichnet das leckere Gebäck aus. Doch was macht den Glückskeks oder auch Fortune Cookies so besonders?

Der Glückskeks ist ein Geschenk im Kleinformat. Das Auspacken, das Entdecken des Inhaltes sorgt für Spannung und gute Laune. Für Gesprächsstoff ist gleich mitgesorgt, wenn man mit Familie und Freunden beisammensitzt. Wer hat welchen Spruch?

Erlaube dir eine kleine Verrücktheit, sie wird wie Medizin wirken. Du wirst das Abenteuer finden, oder das Abenteuer findet dich.

Und passt das oder nicht?

Aber nicht nur den Inhalt der leckeren Kekse gilt es zu entdecken. Denn bislang wurde die Herkunft der Glückskekse noch nicht enthüllt. Gleich mehrere Mythen und Theorien ranken sich um die Entstehung der Fortune Cookies.

Kommen Glückskekse aus China?

Der Mondkuchen ist eine chinesische Spezialität, die seit vielen Jahrhunderten serviert wird. Der typische Mondkuchen wird unter anderem mit einer Paste aus Samen der Lotuspflanze gefüllt und verleiht dem Kuchen ein besonderes Aroma. Im 13. und 14. Jahrhundert besetzten Mongolen das chinesische Reich. Da die Mongolen aufgrund der enthaltenen Lotuspaste keine Mondkuchen aßen, schmuggelten die chinesischen Widerstandsgruppen im Inneren der Kuchen geheime Botschaften. Der patriotische Revolutionär Chu Yuan Chang verkleidete sich als Taoistenpriester, reiste durchs Land und verteilte Mondkuchen in den besetzten Städten. Auf diese Weise wurde ein Volksaufstand koordiniert, der letztendlich zur Ming-Dynastie führte.

Nach dem erfolgreichen Aufstand hielt sich die Tradition von eingebackenen Botschaften im Mondkuchen. Anstatt revolutionärer Botschaften waren jedoch gute Wünsche und Sprüche in den Kuchen zu finden. Der Legende nach kaufen wir heute chinesische Glückskekse.

Kommen Glückskekse aus Japan?

Omikuji sind in Japan weit verbreitet. Das sind Papierstreifen, auf denen Wahrsagungen geschrieben stehen. Die kleinen Horoskope beziehen sich auf beliebige Aspekte des Lebens wie körperliche Gesundheit, beruflichen Erfolg oder Partnerschaftsfragen und sind meist in Shintō-Schreinen und buddhistischen Tempeln zu finden.

In dem 1878 erschienenen Buch „Moshiogusa Kinsei Kidan“ findet sich eine Geschichte von Shinoda Senka, illustriert von Mosai Yoshitora. Darin wird gezeigt wie Tsujiura Senbei hergestellt werden. Das sind Cracker, die in Form und Zubereitung dem heutigen Glückskeks entsprechen. Das Buch illustriert, wie die Cracker hergestellt werden und kleine zusammengerollte Omikuji hineingesteckt werden. Das lässt vermuten, dass der wahre Ursprung der Glückskekse in Japan liegt.

Kommen Glückskekse aus den USA?

Ein Blick ins Jahr 1918 lässt Raum für eine weitere Entstehungsgeschichte der Glückskekse. Der chinesischer Unternehmer David Jung führte die Hong Kong Noodle Factory in Los Angeles und begann in dieser Zeit mit der Produktion von Glückskeksen. Allerdings wohnte David Jung in einem Viertel mit japanischen Immigranten, was die Vermutung nahelegt, dass er die Idee einfach übernommen hat.

Eine weitere Theorie verweist auf die USA. Der japanische Einwanderer Makato Hagiware betrieb in San Francisco einen japanischen Teegarten im Golden Gate Park. Irgendwann zwischen 1907 und 1914 soll er begonnen haben, Glückskekse zum Tee zu verteilen. Allerdings wurden die Glückskekse damals noch fortune tea cookies genannt. Die Herstellung der Kekse wurde damals von der japanischen Bäckerei Benkyodo übernommen.

Chinesische Glückskekse kaufen? Oder doch japanische?

Die Geschichte zur Entstehung und Verbreitung der Glückskekse ist bis heute nicht ganz klar. Ob nun chinesische Glückskekse gekauft werden, japanische oder doch amerikanische bleibt wohl weiterhin ein Geheimnis. Was wir lüften können ist das Geheimnis hinter der Botschaft in den Glückskeksen.

Auf die Botschaft im Glückskeks kommt es an

Die Glückskekse begeistern nicht allein durch den Geschmack, sondern vielmehr mit ihrem Inhalt: ganz gleich ob lustige Sprüche, philosophische Zitate oder Sprüche über die Zukunft. Verbargen sich früher hauptsächlich Zitate von Konfuzius, antiken Größen und amerikanischen Promis oder Sätze aus der Bibel im Innern der Glückskekse, werden die Botschaften heute immer kreativer. Die Sprüche für die Glückskekse werden ganz individuell erstellt. Für Hochzeiten, Messen, oder Gewinnspiele – Glückskekse können für jeden Anlass gekauft werden. Nicht nur die Botschaften, auch die Farbe der Fortune Cookies und die Verpackung bietet Gestaltungsmöglichkeiten: rote, gelbe, grüne, schwarze oder rosa Glückskekse in selbst gestalteter Folie und Umverpackung. Was darfs sein?

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